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Saubere Sache

Hygienemängel in Krankenhäusern sind immer wieder Thema in der Schweiz. Zahlreiche Krankenhausinfektionen werden jedes Jahr hierzulande dokumentiert. Viele der Fälle wären vermeidbar durch Optimierungen in der Hygiene. Ein wichtiger Baustein ist die Sterilisation medizinischer Instrumente. Innovative Sterilisatoren entwickelt und vertreibt seit 25 Jahren die Tochtergesellschaft ASP (Advanced Sterilization Products) von Johnson & Johnson.

 

Hygiene zum Schutz der Patienten ist seit jeher eines der Kernthemen von Johnson & Johnson. Es waren sterile Wundnaht- und Verbandmaterialien, mit denen die Brüder Johnson 1886 ihr Unternehmen starteten. Damals starben zahlreiche Frauen am Kindbettfieber, hervorgerufen durch übertragene Keime. Auch wenn diese Erkrankung heute so gut wie nicht mehr vorkommt, ist die Gefahr von Infektionen nicht gebannt. Krankenhausinfektionen stellen die medizinischen Einrichtungen aktuell vor große Herausforderungen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ziehen sich fünf bis zehn Prozent aller Patienten in Krankenhäusern eine Infektion zu. Jedes Jahr sind  über 4 Millionen Menschen in Europa davon betroffen. In etwa 37.000 Fällen führt die Infektion zum Tod.

Revolution in der Sterilisation
Seit 25 Jahren bietet Johnson & Johnson Lösungen an, die helfen dieses Risiko zu mindern. 1987 entwickelte das Unternehmen Advanced Sterilization Products (ASP) ein Verfahren und Produkt zur Sterilisation von temperaturempfindlichen Geräten. Neben der klassischen Dampfsterilisation, die bei 134° arbeitet, konnten diese Instrumente bisher nur in zwei aufwendigen Alternativverfahren sterilisiert werden. Diese beiden Sterilisationsmethoden ließen den Gebrauch der Instrumente je nach Verfahren erst wieder nach zirka 4 bis 15 Stunden zu. Gleichzeitig waren die beiden Verfahren wegen des Einsatzes von Gefahrstoffen umstritten.

Die Ingenieure von ASP entwickelten in Irvine /USA eine neue, besonders schonende Technologie, die mit gasförmigem Wasserstoffperoxid arbeitet. Das so genannte Sterrad-Verfahren arbeitet bei zirka 50 Grad Celsius und eignet sich besonders für hochwertige Instrumente mit optischen oder elektronischen Komponenten. Durch diese sehr schonende Methode wird das empfindliche Instrumentengut messbar weniger beeinträchtigt hinsichtlich Funktion und Haltbarkeit.

Führend auf dem Markt
Dem Verfahren folgte das entsprechende Produkt: 1992 ging das weltweit erste Sterrad-System im deutschen Bremervörde in Betrieb, die kompakte Komplettlösung für die Sterilisation. Heute sind über 18.500 Geräte weltweit im Einsatz, die rund 32 Millionen Sterilisationszyklen jährlich absolvieren. Die mit Wasserstoffperoxid gefüllten Behältnisse, die so genannten Sterrad-Kassetten, fertigt seit 2003 die Cilag AG in Schaffhausen, und zwar für den gesamten Weltmarkt.

ASP entwickelt die Technologie kontinuierlich weiter. „Wir arbeiten permanent an der Weiter- und Neuentwicklung unserer Systemlösungen“, sagt Thorsten Frackowiak, Business Director DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) ASP. „Denn die Anforderungen an die Hygiene komplexer, hochwertiger und innovativer Instrumente steigen. Unser Ziel ist es, mit unserer Technologie leistungsstarke und effiziente Lösungen anzubieten.“ Der jüngste Meilenstein des Unternehmens: Glosair – ein mobiles System zur Dekontamination von Flächen und  Räumen bis zirka 200 Kubikmeter, das zuverlässig vor Krankheitserregern schützt.

Johnson & Johnson (Corporate) | www.jnj.com