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Chirurgen fit für den OP

Der Blick über den Tellerrand lohnt sich. Das European Surgical Institute von Johnson & Johnson Medical lernt von Piloten, um Mediziner besser auszubilden und Operationen für Patienten sicherer zu machen.

 

Regelmäßig virtuell im Pilotensitz Platz zu nehmen und die internationalen Flughäfen anzusteuern, ohne abzuheben – das ist für Piloten selbstverständlich. Schon in der Ausbildung trainieren sie erst in der Simulation und dann in der Realität. Üben ohne Risiko zur Sicherheit der Reisenden hat sich bewährt.

Dieses Erfolgsmodell macht seit ein paar Jahren auch in der Medizin Schule. Immer mehr Chirurgen simulieren Eingriffe am PC oder der Konsole und spielen die Operation virtuell an 3D-Modellen durch. Ein Vorreiter dieser Technologie ist das European Surgical Institute (ESI) der Medizinsparte von Johnson & Johnson. Jährlich werden dort Tausende Ärzte in der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) geschult, einem besonders schonendem Operationsverfahren mit kleinen Schnitten.

Virtueller OP-Tisch
Seit zehn Jahren geschieht dies nicht bloß in der Theorie, sondern an 3D-Computersimulatoren. Die Mediziner führen dieselben Handgriffe wie im OP durch und können ihre Handlungen auf dem Bildschirm live verfolgen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Naht- und Knotentechniken, aber auch komplette Operationen in der MIC von der Magenverkleinerung, über die Blinddarmentfernung bis hin zum Gallenblaseneingriff. Basierend auf realen Fällen wird auch der Umgang mit Komplikationen einstudiert. „Das Üben an Simulatoren hat zahlreiche Vorteile“, sagt Dr. George Alevizopoulos, Direktor des ESI. „Man kann so oft trainieren wie man möchte, es hilft um die Hand-Augenkoordination des Chirurgen zu optimieren, und trägt dazu bei die Operationschritte zu vereinheitlichen und Ausbildungsstandards zu setzen. Vor allem aber wird damit die Fehlerquote bei chirurgischen Eingriffen gesenkt und somit die Patientensicherheit erhöht.“

Weiter denken
Die virtuellen Trainings sind nur ein Angebot an das Fachpublikum. Seit mehr als 20 Jahren ist das ESI in Norderstedt beim Hamburg ein wichtiger Impulsgeber für die Branche. Neben den Computer-Simulationen haben sich die Experten vor kurzem erneut von den Piloten und auch von Leistungssportlern inspirieren lassen: Diese vertrauen immer häufiger auf die Lernmethode des mentalen Trainings. Ergänzend zu den 1:1-Simulationen zerlegen sie ihre Handlungen gedanklich in eine Abfolge von Schritten. Sind die Knotenpunkte im Vorfeld klar durchdacht, laufen sie unter Stress automatischer ab und die Gefahr für Fehler verringert sich. Dieses Prinzip haben die Experten des ESI auf die Medizin übertragen. Sie entwickelten in Zusammenarbeit mit erfahrenen Chirurgen OP-Fibeln, die wie Bedienungsanleitungen funktionieren. So kann sich der Mediziner mit mentaler Simulation Schritt für Schritt optimal auf den nächsten Eingriff vorbereiten – zur Sicherheit der Patienten.

Johnson & Johnson (Corporate) | www.jnj.com

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Unser Credo (PDF, 20,3 KB)

Kurz vorgestellt

Das European Surgical Institute (ESI) in Norderstedt wurde 1991 gegründet und bietet medizinische Fort- und Weiterbildungen an. Es war eines der weltweit ersten Trainingszentren, das sich auf Minimalinvasive OP-Techniken  spezialisiert hat. Zudem trainieren im ESI auch Kardiologen, Radiologen, Orthopäden, Neurologen und andere Ärzte. Die Angebote sind von der Landesärztekammer Schleswig-Holstein zertifiziert. Mit einem Auditorium, zehn weiteren Konferenzräumen sowie einem Atrium ist das Institut darüber hinaus als Veranstaltungsort für die MICE Industrie.
http://www.esi-online.de/